Stöger: Aluminium vorsorglich reduzieren

Eine neue Studie unter dem Titel „Aluminium-Toxikologie und gesundheitliche Aspekte körpernaher Anwendungen“ informiert über mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Aluminium und seinen Verbindungen in verbrauchernahen Produkten. Gesundheitsminister Alois Stöger empfiehlt anlässlich der Studienergebnisse den VerbraucherInnen, die Verwendung aluminiumhaltiger Produkte zu reduzieren: „Zwar kann die Gesundheitsgefährdung derzeit weder bestätigt noch widerlegt werden, es ist allerdings ratsam, vorsorglich auf die Produkte zu verzichten, die Aluminium enthalten.“, betont der Minister – da  Langzeiteffekte bei vielfältiger Anwendung unterschiedlicher Produkte bisher nicht erfasst werden konnten.

Stöger sieht Handlungsbedarf: „Ich werde mich auf europäischer Ebene dafür einsetzen, dass konkrete EU-rechtliche Maßnahmen zum Verzicht auf Aluminium in der verbraucherInnennahen Anwendung gesetzt werden. Sofern kein Verzicht möglich ist, sollte zumindest eine Reduktion von Aluminium in derartigen Produkten durchgesetzt werden.“

In welchen körpernahen Produkten findet sich Aluminium?

Derzeit kommt der Gebrauch von Aluminium in folgenden Produkten vor:

  • Lebensmittel
  • Kosmetika
  • Lebensmittelkontaktmaterialien
  • rezeptfreie Antazida (Arzneimittel zur Reduktion von Magensäure)

Das Gesundheitsministerium empfiehlt:

  • Verwenden Sie keine unbeschichteten Gefäße aus Aluminium und keine Alufolie zum Zubereiten und Aufbewahren von stark säurehaltigen Lebensmitteln (wie z. B. Tomatensauce, Rhabarberkompott, Apfelmus, etc.).
  • Achten Sie bei Trinkflaschen aus Aluminium darauf, die Innenbeschichtung nicht zu beschädigen. Sollte die Innenbeschichtung Beschädigungen, wie z.B.Kratzer oder Dellen, aufweisen, verwenden Sie die Flasche nicht weiter.
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit aluminiumfreie Deodorants. Deodorants und Antitranspirantien mit aluminiumhaltigen Inhaltsstoffen sollten nicht auf verletzter bzw. gereizter Haut oder unmittelbar nach einer Rasur aufgebracht werden. Kinder sollten keine aluminiumhaltigen Deodorants oder Antitranspirantien verwenden.
  • Fragen Sie Ihre Ärztinnen bzw. Ärzte oder ApothekerInnen nach Alternativen zu aluminiumhaltigen Antazida (Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure).

Sollte der Link oben nicht mehr funktionieren, haben auch wir eine Kopie gespeichert: [„Aluminium-Toxikologie und gesundheitliche Aspekte körpernaher Anwendungen“ – Kopie]

Quelle: http://www.bmg.gv.at/home/Startseite/aktuelle_Meldungen/Stoeger_Aluminium_vorsorglich_reduzieren

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