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Statements von Nivea zum Thema ACH

Vom Aluminium zum Aluminiumsalz

Aluminium ist das am häufigsten vorkommende Metall in der Erdkruste. Dagegen ist das Aluminiumsalz – Aluminiumchlorohydrat (ACH) – eine wasserlösliche Verbindung. Sie wird in vielen Kosmetikprodukten seit Jahrzehnten eingesetzt, u. a. als Wirkstoff von Anti-Transpirantien.

Was jedoch viel wichtiger ist: Täglich nehmen wir über Trinkwasser und Nahrung Aluminiumverbindungen ganz natürlich in unseren Körper auf. Denn sie sind ein natürlicher Bestandteil von Obst, Gemüse, Getreide und Fleisch. Auch über die Einnahme von Medikamenten und die Nutzung aluminiumhaltiger Gegenstände wie Verpackungen, Kochgeschirr oder Backblechen kann Aluminium in den Körper gelangen. Gut zu wissen: Die Konzentration von Aluminiumsalzen in Wasser und Nahrung ist um ein Vielfaches höher als durch die tägliche Anwendung eines Anti-Transpirants auf die Haut gelangen kann.

Fakt: Aluminiumsalze kommen nicht nur in Deos, sondern vor allem in der Natur und damit auch in der Nahrung vor.

Kein Zusammenhang zwischen Aluminium und Brustkrebs

Bis heute konnte auch nach jahrelanger Forschung kein Zusammenhang zwischen der Verwendung von Anti-Transpirantien und Brustkrebs hergestellt werden. Das hat auch das BfR in seiner neuesten Stellungnahme zum Thema ausdrücklich betont. Ein umfangreiches Review von 59 publizierten Studien, das von einer französischen Forschergruppe (Namer et. al) 2008 durchgeführt wurde, kommt zu dem Schluss, dass der vermutete Zusammenhang zwischen Brustkrebs und der Verwendung von Anti-Transpirantien einer früheren Untersuchung (Darbre et. al.) nicht bestätigt werden kann.

Im Rahmen einer umfangreichen Risikobewertung zu Aluminium in Kosmetikprodukten hat auch die französische Gesundheitsbehörde AFFSAPS 2011 festgestellt, dass keine zuverlässigen Daten bekannt sind, die Anhaltspunkte für ein Krebsrisiko nach Anwendung von Aluminiumverbindungen auf der Haut geben. Auch die US-amerikanische Krebsforschungsgesellschaft (American Cancer Society, 2008) sieht keine Anhaltspunkte für einen Zusammenhang zwischen Aluminium und dem Krankheitsbild Krebs. Ähnlich äußerte sich auch das deutsche deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg

Fakt: Es besteht kein Zusammenhang zwischen der Nutzung eines Anti-Transpirants und dem Entstehen von Brustkrebs.

Anti-Transpirantien vs. Deos

Deos und Anti-Transpirantien unterscheiden sich in ihrer Wirkweise. Anti-Transpirantien enthalten Aluminiumsalze, um dadurch die Schweißbildung unter den Achseln zu hemmen. Sie verzögern so die Entstehung unangenehmer Körpergerüche sowie nasser Flecken auf der Kleidung, ohne die Thermoregulation des Körpers zu beeinflussen. Ein Antitranspirant unterbindet die natürliche Schweißproduktion nicht vollständig, sondern reduziert sie nur an den Körperstellen, wo es angewendet wird. Da der Bereich der Achsel nur ca. 0,5 bis 1 Prozent der Körperoberfläche ausmacht, bleibt noch genügend frei schwitzende Fläche, um den Kühlmechanismus zu nutzen.
Im Gegensatz zu Anti-Transpirantien überlagern aluminiumsalzfreie Deodorants durch Duftstoffe unerwünschte Körpergerüche, die durch Bakterien auf der Haut entstehen. Zusätzlich können sie das Wachstum der geruchsverursachenden Bakterien eindämmen, nicht aber den Schweißfluss.

Fakt: Nur Anti-Transpirantien enthalten Aluminiumsalze, nicht aber herkömmliche Deodorants, die als aluminiumsalzfrei ausgewiesen sind.

Quelle: https://www.nivea.at/beratung/koerperpflege/aluminiumsalze-in-deos

Mit diesen Informationen wollen wir keine Kaufempfehlung aussprechen!

Unnötiges Risiko: „Ich würde Deos ohne Aluminium empfehlen“

Das nachfolgende Interview wurde am 19.03.2014 im Spiegel Online veröffentlicht:
ZUR PERSON
Detlef Wölfle ist Toxikologe an der Abteilung für Produkt- und Chemikaliensicherheit und stellvertretender Leiter der Fachgruppe Toxikologie am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

SPIEGEL ONLINE: Herr Wölfle, letztes Jahr sorgte der Film „Die Akte Aluminium“ für viel Verunsicherung unter Verbrauchern. Aluminiumhaltige Deosprays wurden darin unter Verdacht gestellt, das Risiko für Brustkrebs zu erhöhen. Ist da was dran?

Wölfle: Die Studienlage ist widersprüchlich. In verschiedenen Studien an Brustkrebspatienten wurden die Aluminiumgehalte im Brustgewebe untersucht und gesundes mit krankem Gewebe verglichen. In manchen dieser Studien gab es Hinweise auf einen Zusammenhang, in anderen nicht. Auf dieser Basis kann man derzeit nicht beurteilen, ob aluminiumhaltige Deos das Risiko für Brustkrebs erhöhen. Wir brauchen mehr Forschung zu dem Thema.SPIEGEL ONLINE: Nichtsdestotrotz hat das BfR kürzlich in einer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass die tolerierbare Aufnahmemenge wahrscheinlich bei einem Teil der Bevölkerung alleine durch Lebensmittel ausgeschöpft sei. Mit anderen Worten: Durch den Gebrauch von aluminiumhaltigen Deos liegt man über den empfohlenen Grenzwerten.Wölfle: So ist es. Wir nehmen Aluminium aus verschiedenen Quellen auf: Es steckt natürlicherweise in Lebensmitteln, beispielsweise in Tee, Kakao, Schokolade, Salat und Gemüsen. Dann wird es auch noch als Lebensmittelzusatzstoff von der Industrie verwendet, beispielsweise als Farbstoff für Überzüge von Zuckerwaren, für die Dekoration von Kuchen und feinen Backwaren. Es kann auch von Alu-Töpfen oder Alufolie auf die Nahrung übergehen. Und es ist eben auch in Deos enthalten. In der Summe ist zu befürchten, dass der von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit Efsa gesetzte Grenzwert für die maximal tolerable wöchentliche Aufnahme zumindest teilweise überschritten wird. Also muss man nach Möglichkeiten suchen, wie man die Aluminium-Exposition reduziert. Der Verbraucher kann dazu beitragen, indem er einfach auf manche Sachen achtet.

SPIEGEL ONLINE: Da liegt es natürlich nahe, erst einmal eher verzichtbare Quellen wie Deos zu meiden, als die Ernährung umzustellen.

Wölfle: Genau. Schauen Sie auf das Inhaltsverzeichnis und benutzen Sie aluminiumhaltige Deos nicht so häufig oder verzichten Sie ganz darauf – vor allem nach der Rasur. Wir wissen, dass über die geschädigte Haut viel mehr Aluminium aufgenommen wird.

SPIEGEL ONLINE: Um wie viel mehr?

Wölfle: Das kann man nicht so genau sagen. Man muss auch berücksichtigen, dass die Verletzungen individuell ausgeprägt sein können. Es gibt unterschiedliche Ergebnisse dazu, auch dazu müssen wir noch mehr forschen. Aber auch bei der Ernährung können Sie darauf achten. Beispielsweise, indem Sie saure oder salzhaltige Lebensmittel nicht lange in Alutöpfen oder Alufolie aufbewahren. Wenn Sie unverarbeitete Lebensmittel konsumieren, minimiert das die Chance, aluminiumhaltige Zusatzstoffe zu verzehren.

SPIEGEL ONLINE: Es gibt sogenannte Bergkristall-Deos. Das klingt erst einmal ganz natürlich und harmlos, sie bestehen aber aus Alaun, was nichts anderes ist als ein reiner Aluminiumsalzkristall.

Wölfle: Nach Informationen des BfR enthalten Deos typischerweise Aluminiumchlorohydrat in einer Konzentration von circa 20 Prozent – was einem Aluminium-Anteil von etwa fünf Prozent entspricht. Zur Exposition über die Verwendung eines Bergkristalls liegen dem BfR keine Daten vor. Ich würde empfehlen, Deos ohne Aluminium zu verwenden.

SPIEGEL ONLINE: Aluminiumfluorid steckt auch in Zahnpasta . Damit sollte man sicher auch vorsichtig sein. Über Zahnfleischwunden würde ja auch Aluminium leichter in den Körper gelangen.

Wölfle: Ja, zudem hat man hier eine orale Aufnahme. Wie hoch sie ist, dazu haben wir keine Daten vorliegen. Nach den Schätzungen des BfR würde aber über das Verschlucken von Zahnpasta wesentlich weniger Aluminium aufgenommen werden als über Antitranspirantien.SPIEGEL ONLINE: Sie sprachen ja bereits an, dass man keine salzigen oder säurehaltigen Lebensmittel in Alufolie aufbewahren sollte. Da hat man natürlich sofort ein mariniertes Steak vor Augen. Einerseits wird empfohlen, nicht ohne Alufolie zu grillen, andererseits soll man nun bei Alufolie vorsichtig sein.

Wölfle: Sie grillen ja nicht täglich, sondern nur ein paar Mal im Jahr, insofern hält sich die Aluminiumbelastung über Alufolie in Grenzen. Bei den TWI-Werten geht es aber um regelmäßige Aufnahmen kleiner Summen über die gesamte Lebenszeit hinweg. Da haben Deos eben eine andere Qualität, weil man sie täglich und lebenslang anwendet.

ALUMINIUM – DIE WICHTIGSTEN FAKTEN
Was ist Aluminium?

Aluminium ist ein Leichtmetall und kommt natürlicherweise auf der Erde vor. Wir nehmen es hauptsächlich über Lebensmittel und Trinkwasser auf, aber auch über aluminiumhaltige Verbraucherprodukte wie Geschirr oder Lebensmittelverpackungen.

Es steckt auch in kosmetischen Produkten, vor allem in aluminiumhaltigen Deos. In hohen Dosen ist Aluminium ein Nervengift. Aluminium wird normalerweise über die Nieren ausgeschieden, reichert sich im Laufe des Lebens aber im Körper an, vor allem in der Lunge und dem Skelettsystem.

Welche Mengen sind unbedenklich?
In welchen Lebensmitteln darf es als Zusatzstoff verwendet werden?
Was ist mit Getränkedosen oder Tetrapaks?
Warum ist in Deos oft Aluminium enthalten?
Sind Kristall-Deos oder Alaunsteine aluminiumfrei?
Erhöht Aluminium das Risiko für Alzheimer oder Brustkrebs?
Welche Vorsichtsmaßnahmen kann ich treffen?

Das Interview führte Jens Lubbadeh

Quelle: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/aluminium-in-deos-experte-empfiehlt-aluminiumfreie-produkte-a-959229.html

Biorama – Magazin für nachhaltigen Lebensstil

Bild (c) Langbein & Partner MediaAluminium ist ein faszinierendes Metall: leicht, rostfrei und einfach zu verarbeiten. Doch kritische Stimmen rücken vermehrt ins Zentrum öffentlichen Interesses: Für die Herstellung werden große Mengen Rohstoffe und Energie benötigt. Die Gewinnung kann, wie vor zwei Jahren im Osten Ungarns geschehen, zu Umweltkatastrophen beachtlichen Ausmaßes führen. Forscher äußern den Verdacht, dass die toxische Wirkung des Leichtmetalls nicht zuletzt direkten Einfluss auf unsere modernen Zivilisationskrankheiten wie Alzheimer und Allergien hat. Filmemacher Bert Ehgartner hat in mehrjähriger Recherche große Bauxit-Abbauregionen besucht und mit Alu-Produzenten, Umweltexperten, Ärzten und Betroffenen gesprochen. Der Dokumentarfilm »The Age Of Aluminium« wirft einen kritischen Blick auf das Zeitalter des Aluminiums und geht der Frage nach, welche Folgen die Gewinnung des Leichtmetalls mit sich bringt. Zu sehen am 21. November im ORF und im Frühjahr 2013 auf Arte.

[Quelle: http://www.biorama.at/]

Die Akte Aluminium wird geöffnet

Wir leben im Zeitalter des Aluminiums. Doch das glänzende Leichtmetall hat eine erschreckende, dunkle Seite, die in diesem Buch zum ersten Mal kritisch beleuchtet wird.

Vor 100 Jahren wusste kaum jemand etwas mit dem häufigsten Metall der Erdkruste anzufangen. Heute ist Aluminium allgegenwärtig. Besonders beliebt sind bioaktive Aluminium- Verbindungen in der Kosmetik-Industrie: In Sonnencreme fördert Aluminium die gleichmäßige Verteilung. In Deos reagiert es mit den Zellen der Haut, so dass sie nicht mehr schwitzen können. Medikamente gegen Sodbrennen enthalten oft regelrechte Überdosen an Aluminium. In zwei Drittel aller Impfstoffe ist Aluminium als Wirkverstärker enthalten. Viele Wasserwerke verwenden Alu-Verbindungen zum Klären und liefern das Trinkwasser dann – mit unvermeidlichen Alu-Rückständen – in die Haushalte.
Im totalen Widerspruch zu dieser sorglosen Anwendung in den sensibelsten Lebensbereichen stehen die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft:
– Brustkrebs wird am häufigsten neben den Achseln diagnostiziert: dort wo aluminiumhaltige Deos aufgetragen werden.
– Aluminium erzeugt im Tierversuch Demenz und gilt als möglicher Auslöser der Alzheimer-Krankheit beim Menschen.
– Aluminium manipuliert das Immunsystem und kann es in eine allergische oder autoaggressive Richtung kippen.

Die »Akte Aluminium« wird endlich geöffnet: Mit diesem Buch haben Sie Zugang zu Informationen, welche von den Alu- Lobbys allzu lange vertuscht und hintertrieben worden sind.

Das Buch auf Amazon kaufen: Dirty little secret – Die Akte Aluminium